Tarifvertrag großhandel mecklenburg-vorpommern

Die Vereinbarung besteht zwischen PAM für die Arbeitnehmer und dem finnischen Handelsverband für die Arbeitgeber. Jede Arbeitsstunde über den gesetzlich festgelegten 35 Stunden zählt als Überstunden. Seit dem 1. Januar 2017 kann eine Vereinbarung auf Unternehmensebene die Zusatzzahlung für Überstunden festlegen. Dann kann die Zusatzzahlung nicht unter 10 % liegen, aber sie kann niedriger sein als der Satz, der im jeweiligen Branchentarifvertrag festgelegt ist. Wenn keine betriebs- oder branchenbezogene Vereinbarung gilt, muss der Arbeitgeber Überstunden mit zusätzlichen 25 % für die ersten acht Überstunden pro Woche und 50 % für jede zusätzliche Stunde kompensieren. Alternativ kann eine Branchen- oder Betriebsvereinbarung die Überstundenzahlung durch eine zusätzliche Auszeit ersetzen. Die Höchstüberstunden werden gesetzlich auf 220 Stunden pro Jahr festgesetzt, aber sektorale oder betriebliche Vereinbarungen können sich innerhalb bestimmter Grenzen von den Bestimmungen verschlechtern. Seit dem 1. Januar 2017 können Vereinbarungen auf Unternehmensebene Flexibilitäten über die maximale Arbeitszeitdauer einführen. In jedem Fall darf die tägliche Arbeitszeit jedoch 12 Stunden pro Tag (oder Nacht), 46 Stunden über einen Zeitraum von 12 aufeinanderfolgenden Wochen und 48 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Die Dezentralisierung der Tarifverhandlungen führt zu einer sehr schwachen Koordinierung der Lohnverhandlungen.

Die Sozialpartner auf Unternehmensebene verfügen über wichtige Autonomie, um über die Lohnentwicklung zu verhandeln, da nur Mindestsätze auf sektoraler Ebene ausgehandelt werden. In vielen Branchen sind die ausgehandelten Mindestlöhne immer noch niedriger als der gesetzliche Mindestlohn, der eingehalten werden muss. Es gibt wenig horizontale Koordinierung. Der begriff der Friedensklausel, der in Tarifverträgen enthalten ist, ist in Frankreich unbekannt, da er als Verstoß gegen das verfassungsmäßige Streikrecht angesehen werden könnte. Schließlich enthalten viele Tarifverträge (z. B. im Bank-, Druck- und Metallbau) eine Öffnungsklausel für eine zeitlich begrenzte Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich. Diese Öffnungsklauseln sind immer mit dem Ziel der Sicherung von Arbeitsplätzen verbunden. So ist beispielsweise eine Bankgesellschaft in der Lage, ihre Wochenarbeitszeit für einen begrenzten Zeitraum von 39 auf 31 Stunden ohne Lohnausgleich zu reduzieren, und muss im Gegenzug während der Dauer, in der die Öffnungsklausel in Anspruch ist, auf Entlassungen verzichten.

Andere Kündigungsverfahren sind: Rücktritt (ein Arbeitnehmer muss einen klaren und eindeutigen Rücktrittswillen nachweisen); Pensionierung (auf Initiative des Arbeitnehmers vor seinem 70. Lebensjahr oder auf Initiative des Arbeitgebers nach dem 70. Geburtstag des Arbeitnehmers) oder gegenseitige Kündigung (Bruchkonvention), die eine Vereinbarung zwischen beiden Parteien ist und die Kündigung unterliegt der Zustimmung der Arbeitsinspektion. Im Tarifvertrag wurde Folgendes aufgenommen Eine Umstrukturierung der sektoralen Tarifverträge (Conventions collectives de branche) ist seit 2016 im Gange, nachdem ein Dekret, das das Umstrukturierungsverfahren festlegt, veröffentlicht wurde. Ziel ist es, die derzeitige Zahl von 700 Filialen über einen Zeitraum von drei Jahren auf rund 200 zu reduzieren. Die arbeitsrechtliche Reform von 2017 hat diesen Prozess beschleunigt mit dem Ziel, hundert Filialen zu erreichen und es dem Arbeitsminister zu ermöglichen, Sektoren ab dem 10. August 2018 und nicht erst am 10. August 2019 zusammenzuführen. Der gesetzliche Mindestlohn (SMIC) wird jährlich am 1. Januar eines jeden Jahres von der Regierung auf der Grundlage unverbindlicher Beratung durch eine unabhängige Sachverständigengruppe und nach förmlicher Konsultation mit den Sozialpartnern angepasst.

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